Der Abrufkredit: Die günstigere Alternative
Hohe Zinsbeträge können vor allem diejenigen mit einem Abrufkredit vermeiden, die über hohe Dispokredite verfügen und sie auch regelmäßig nutzen. Üblicherweise liegen die Dispozinsen bei 14 Prozent. Ein Abruf- oder Rahmenkredit hingegen verlangt nur sechs bis zehn Prozent Zinsen. Für Bankkunden mit einem Dispokredit ab 3000 Euro würde das einer Halbierung der Zinskosten gleichkommen. Finanzberater schlagen deshalb vor zum einen mit der eigenen Bank zu sprechen, zum anderen aber auch die Angebote anderer Banken zu vergleichen.
Der Abruf- oder Rahmenkredit birgt keinesfalls Nachteile, ganz im Gegenteil: Häufig ist der Verfügungsrahmen, entsprechend der Bonität, höher als beim Dispokredit. Zusätzlich ist er günstiger und genauso flexibel. Einziger Unterschied sind die Rückzahlungsvereinbarungen. Die meisten Banken veranschlagen eine monatliche Rückzahlungsrate zwischen zwei und drei Prozent der Kreditsumme, womit gleichzeitig die schrittweise Rückzahlung der Schulden sichergestellt wird. Wer also über eine Kreditsumme von 5000 Euro bei einer monatlichen Tilgungsrate von zwei Prozent verfügt, der trägt jeden Monat 100 Euro seiner Schulden ab. Zusätzlich besteht jederzeit die Möglichkeit die gesamten Schulden auf einmal abzuzahlen.
Oft wird aus Bequemlichkeit wie auch Gewohnheit das Dispo überzogen. An die Einsparungsmöglichkeiten wird eher selten gedacht. Der Abrufkredit bietet eine unkomplizierte Variante zum Dispokredit die horrende Zinssätze vermeiden. Oft ist es durchaus angemessen die Angebote anderer Banken zu überprüfen um für sich selbst die günstigsten Kreditkonditionen zu finden. Es ist festzuhalten, dass nicht jede Bank den Service eines Abrufkredites anbietet. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest zufolge bieten von 83 Banken lediglich 16 einen solchen Kredit an. Generelle Voraussetzung für einen Abrufkredit bei Privatpersonen ist ein Beschäftigungsverhältnis sowie eine positive Schufaauskunft.
Quelle: n-tv.de
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matze_ott (Flickr)